Altersweitsichtigkeit
Altersweitsichtigkeit und intelligente Linsen (Trifokal-EDOF)
Altersweitsichtigkeit
Auch wenn die Augen gesund sind, haben die meisten Menschen nach dem 40. Lebensjahr Schwierigkeiten beim Nahsehen und beginnen, eine Lesebrille zu tragen. Kurzsichtige Menschen hingegen können oft ohne Brille lesen oder benötigen eine Brille mit einer geringeren Sehstärke für die Nähe. Da Laseroperationen immer verbreiteter werden, besteht zunehmend Interesse an chirurgischen Eingriffen zur Korrektur der Altersweitsichtigkeit. Darüber hinaus haben multifokale, trifokale (Nah-, Mittel- und Fernsicht) oder EDOF-Intraokularlinsen hervorragende Ergebnisse erzielt. In den letzten Jahren sind trifokale und EDOF-Linsen, die im Volksmund als „intelligente Linsen“ bekannt sind, besonders beliebt geworden.
Allerdings sind trifokale und EDOF-Linsen nicht für jede Person geeignet, die eine Lesebrille trägt. In unserem Krankenhaus wird für Patienten mit Altersweitsichtigkeit anhand eines algorithmischen Ansatzes entschieden, welche trifokale oder EDOF-Linse basierend auf Faktoren wie Beruf, Lebensstil und Hobbys am besten geeignet ist. Bitte bedenken Sie, dass die einfachste und praktischste Lösung für Altersweitsichtigkeit nicht eine Operation, sondern eine einfache Lesebrille ist. Sollten Sie sich jedoch stark durch Ihre Brille gestört fühlen, können Sie über eine Operation nachdenken.
Presbyopie oder Altersweitsichtigkeit ist eine Sehschwäche, die nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Der Begriff „Presbyopie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „alterndes Auge“. Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse allmählich ihre Fähigkeit zur Akkommodation, sodass die meisten Menschen ab einem bestimmten Alter eine Brille zum Lesen oder für andere Naharbeiten benötigen. Dies ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Alterungsprozess – ähnlich wie das Ergrauen der Haare.
Da es sich um eine altersbedingte Veränderung handelt, betrifft sie jeden. Kurzsichtige Menschen können jedoch in der Nähe ohne Brille sehen. Zudem kann sich bei Menschen mit einer Katarakt (Grauer Star) die Nahsicht vorübergehend verbessern.
Menschen ohne Fehlsichtigkeit – also mit „Null-Dioptrien“ – haben nach dem 40. Lebensjahr zunehmend Schwierigkeiten, insbesondere kleine Schriften zu lesen, und benötigen eine Brille. Da jedoch jeder Mensch unterschiedlich altert, entwickelt sich die Presbyopie in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität.
Weitsichtige Menschen (Hyperope) benötigen oft früher eine Lesebrille, während Kurzsichtige (Myope) für die Ferne eine Brille tragen, aber für die Nähe oft keine benötigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie keine Presbyopie haben.
Manche Menschen haben von Geburt an eine natürliche Monovision: Ein Auge sieht besser in der Ferne, das andere besser in der Nähe. Diese Personen können in jedem Alter ohne Brille sowohl in die Ferne als auch in die Nähe sehen und empfinden dies als völlig normal.
Eine mögliche Ursache ist die Entwicklung einer Katarakt. Bestimmte Formen des Grauen Stars, insbesondere der sogenannte „nukleare Katarakt“, führen zur Kurzsichtigkeit und können so den Bedarf an einer Lesebrille verringern oder sogar beseitigen. Allerdings verschlechtert sich in diesem Fall die Fernsicht.
Die einfachste Lösung ist eine Lesebrille. Menschen, die bereits eine Brille für die Ferne benötigen, können entweder zwei separate Brillen oder eine Gleitsichtbrille (multifokale Brille) verwenden. Eine weitere Option sind spezielle Presbyopie-Kontaktlinsen.
Mit zunehmendem Alter kann die Verwendung von Kontaktlinsen jedoch schwieriger werden, da sich die Tränenproduktion verringert und höhere Nahkorrekturen die Fernsicht beeinträchtigen können. Wer keine Brille oder Kontaktlinsen tragen möchte, kann sich für eine Operation mit trifokalen oder EDOF-Intraokularlinsen („intelligente Linsen“) entscheiden.
In den letzten Jahren wurden viele Fehlsichtigkeiten erfolgreich mit Laseroperationen behandelt. Auch für Presbyopie gibt es verschiedene Operationsmethoden, jedoch ist nicht jede für jede Person geeignet. Ihr Augenarzt kann entscheiden, ob eine Laserbehandlung für Sie in Frage kommt.
Monovision-Operation: Personen mit natürlicher Kurzsichtigkeit können oft ohne Lesebrille auskommen. Bei einer LASIK-Operation kann ein Auge leicht kurzsichtig gemacht werden, um die Notwendigkeit einer Lesebrille zu minimieren. Diese Methode ist sicher und bewährt.
Trifokale/Multifokale/EDOF-Intraokularlinsen: Besonders für stark weitsichtige Menschen sind trifokale, multifokale oder EDOF-Linsen („intelligente Linsen“) eine sehr effektive Lösung.
Folgende Methoden sind ebenfalls verfügbar, werden jedoch nicht von der Kaşkaloğlu Augenklinik empfohlen:
CK (Conductive Keratoplasty): Korrektur der Hornhaut mit Radiofrequenzwellen zur Verbesserung der Nahsicht. Diese Methode wird derzeit nicht empfohlen.
PresbyLASIK: Modifikation der Hornhaut mit einer LASIK-Operation zur Verbesserung der Nahsicht. Da diese Methode irreversibel ist, ist sie nicht für jeden geeignet.
Intracor: Behandlung der Hornhautschichten mit einem Femtosekundenlaser (Technolas Femtech). Aufgrund ihrer begrenzten Anwendungsmöglichkeiten wird diese Methode nicht bevorzugt.
PresbyLens: Ein Laser schafft eine Öffnung in der Hornhaut, in die eine feine Linse eingesetzt wird. Diese Methode befindet sich noch in der klinischen Erprobung und ist noch nicht zugelassen.
KAMRA Inlay: Ein hauchdünnes Implantat wird mittels Femtosekundenlaser in die Hornhaut eingesetzt. Es reduziert die Notwendigkeit einer Lesebrille im Alltag, ist jedoch nicht für Personen geeignet, die beruflich stark auf Nahsicht angewiesen sind. Diese Methode wird in unserer Klinik nicht empfohlen.
In Zeitungen, Fernsehen und im Internet gibt es viele Informationen zu diesem Thema. Keine davon kann jedoch ein persönliches Gespräch mit einem Augenarzt ersetzen, der auf diese Operationen spezialisiert ist. Lassen Sie sich daher individuell beraten.
Son Güncelleme 11 März 2025 Saat 09:41 a.m.




